Ebend noch glücklich.
Jetzt möchte ich weinen. Grundlos.
Ich lese ihren Blog. Überall Namen. Auch ich war einmal darunter. Doch ich bin uninteressant geworden.
Das tut weh. So weh. Ich habe ihr mein größtes Geheimnis anvertraut.
Doch das zählt heute nichts mehr.
Bin ich es? Habe ich mich so schnell weiter entwickelt, dass nichts mehr genügt, weil ich schon einen Schritt weiter bin als andere- als jene, die mir einst mein Herz aufbewahrten, als ich es am liebsten zerschnitten hätte?
Die auf mich aufgepasst haben, mich gehalten haben?
Ich komme mir wieder so allein vor. So allein. Das Zimmer ist dunkel. Nein, nicht wirklich, aber es fühlt sich so an. So allein. Einsam. Als wären wir einst so viele auf dieser Insel namens Selbsthass gewesen- und ich war die einzige, die sich getraut hat, zu schwimmen. Unterwegs gehe ich immer wieder unter. Auf meinem langen Weg werde ich auch noch oft Wasser schlucken müssen. Doch was kann man tun?
Ich gebe nicht auf.
Aber ich wurde ausgetauscht. Farbe stimmt nicht mehr. Weil ich nicht mehr hungere? Weil ich mich selbst akzeptiere? Was ist denn schon anders an mir?
Alles läuft gut, doch dann kommt der Eisberg.
Ich vermisse meinen Helden.
Bammbammbamm.
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