Grinsekatze

Samstag, 8. Oktober 2011

Zeiten des Umbruchs

Diese Leere in mir. Ich kann sie nahezu greifen. Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll.

Ist es nicht ein schönes Gefühl, wenn der Schmerz nachlässt und die Taubheit einsetzt?`


Irgendwie genieße ich es ja. Nichts mehr zu fühlen , verhindert, den Schmerz wahr zu nehmen, klar. Das ist der positive Aspekt. Aber wo sind die klaren Gedanken von sonst? Die Wärme in meinem Herzen? Der Antrieb?
Ich stehe auf und weiß nicht wozu. Obwohl meine Zukunft bis ins kleinste Detail geplant ist, finanziell und ethisch.. habe ich keine Lust zu irgendetwas. Wozu? Morgen ist der selbe Tag. Der selbe Mist. Die selben Probleme. Die selben Blicke. Die selben Gespräche. Die selbe Zeit. Es ist ein Stillstand, an den ich mich einfach nicht gewöhnen kann. Ich bin ein Mensch der Freiheit, doch ich bin noch immer gefangen. Ich will endlich meinen Führerschein machen, um die Luft der Eigenständigkeit schnuppern zu können, aber mein Fahrschullehrer meldet sich nicht wegen der theo. Prüfung. Heute war die Chance, meinen Helden zu sehen so nah. Endlich hätte ich mit jemanden darüber reden können, wie mit niemand anderem. Er weiß immer was zu tun ist. Ich nicht. Ich bin immer nur der Gummibär an dem alles abprallt. Ich habe genug davon, doch ist es richtig? Ist es richtig, wenn ich so fühle? So denke? Wieso denke ich nur so? Wieso?
Diese Unsicherheit ist wieder da. Ein Schatten verfolgt mich wieder, Tag und Nacht. Heute ist es soweit, Alex. Heute schaffst du es. Aber mein Held sagt, ich darf nicht! Tu es trotzdem. Davon wird er nichts erfahren. Niemand. Nein, ich darf nicht!
Innere Konflikte werden immer lauter. Ihre schmeichelnde Stimme, die so freundliche Beleidigungen ausspricht wie niemand anders. Sieh dich doch an, Herzchen. flüstert sie und streicht mir über die Wange, sieh in den Spiegel und du weißt, was richtig ist- was richtig war! Ich will zurück geben, dass es nicht richtig ist. Niemals richtig war und es niemals sein wird, aber sie schneidet mir schon einmal das Wort ab, lüg' nicht. Deine Gedanken sind die selben wie damals. Du bist nur noch zu schwach. Bald wird es soweit sein. Das weißt du. Bald wird es sein, wie du es schon einmal geschafft hattest! Mir kommt es so lange her. Ich kann den Hunger spüren, wenn ich an damals denke. Schön gemacht hast du das... spart doch auch schön Geld, nicht, Herzchen? Ja.Ja. Ja, natürlich tut es das. Und vielleicht auch bald wieder eine Hose tragen können von damals? Von vor einem halben Jahr? Ich geb' es jetzt offen zu. Ich bin potenziell gefährdet wieder abzurutschen. Teetrinken. Abwarten und Tee trinken. Nichts anderes.
Gefühle zulassen? Können genauso draußen bleiben wie das Essen. Ja. Ganz richtig. Winterdepression ich komme! Ich wünschte, ich wäre stark genug, einfach weg zu bleiben. Mich völlig abzukapseln, um niemandem weh zu tun. M, es tut mir Leid. Ich hab dich lieb, das weißt du, aber ich kann sowas nicht immer zeigen. Ich kann nicht. Weil ich so ein Miststück bin. Ich bin kaputt, und das bekomme ich mal wieder zu spüren, wenn ich es nicht will. Was ich jetzt brauche? Einsamkeit. Wochenlang einfach alleine in einem Haus mitten im Wald wäre perfekt. Ich vermisse Schweden. Ich weiß nicht was ich tun soll.
Ich renne, ich renne davon vor der Realität. Doch sie wird mich kriegen. Sie kriegt mich immer.
Irgendwann werde ich glücklich allein und glücklich sein, richtig? Allein ist gut. Allein ist harmlos. Ich habe es ja schon so geplant. Allein inmitten von schwedischen Bäumen. Autorin, jawohl. Und Pferde. Das genügt mir. Ich brauche keinen Fernseher. Ich habe meine Fantasie. Irgendwann wird es reichen. Irgendwie ist es doch armselig, dass ich nicht darüber reden kann. Haha, fuck up, Mädchen! Bald bist du 17 und keinen Schritt weiter, seit deinem 9. Lebensjahr :'D hahahahahahahahaha hilfe. Aber niemand kann mir helfen. Niemand. Ich muss es allein schaffen. Allein, wie immer. Ich reiche der Einsamkeit gerne die Hand, das hat mich noch nie gestört. Warum auch? Nein, den Triumph biete ich niemandem. Es ist gut. Es wird gut. Irgendwann. ..
Aber jetzt gehe ich zu C. und bin glücklich darüber. Vergesse den ganzen abgefuckten Mist und bin die, die ich sein sollte!
Adjö!
Alex.

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